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2026-01-30
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Craft CMS 5.9 erschienen: Neue Möglichkeiten für Autoren und Editoren

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Mit der Veröffentlichung von Craft CMS 5.9 am 27. Januar 2026 hat Pixel & Tonic wieder einmal bewiesen, warum dieses Content-Management-System zu den innovativsten seiner Art gehört. Das Update bringt eine Fülle von Neuerungen mit, die insbesondere die tägliche Arbeit von Content-Autoren und Redakteuren deutlich erleichtern werden. Als langjähriger Craft CMS Premium Partner beobachte ich diese Entwicklung mit großer Begeisterung – denn genau solche Verbesserungen machen den Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden CMS aus.

Individuelle Index-Seiten für Einträge

Eine der spannendsten Neuerungen ist die Möglichkeit, Entry-Quellen in mehrere Index-Seiten aufzuteilen. Jede dieser Seiten kann einen eigenen Namen und ein eigenes Icon erhalten. Was auf den ersten Blick wie ein kleines Feature wirkt, hat in der Praxis enorme Auswirkungen auf die Übersichtlichkeit im Control Panel. Gerade bei Projekten mit hunderten oder tausenden von Einträgen war die Navigation bisher oft unübersichtlich. Mit Craft 5.9 können Entwickler und Administratoren nun maßgeschneiderte Arbeitsbereiche für unterschiedliche Redakteursteams oder Inhaltstypen schaffen.

Matrix-Felder werden noch mächtiger

Matrix-Felder gehören seit jeher zu den Stärken von Craft CMS. Mit Version 5.9 werden sie noch flexibler. Wenn ein Matrix-Feld mehrere Entry-Type-Gruppen enthält, werden diese nun als gruppierte Buttons für die Neuerstellung angezeigt. Jede Entry-Type-Gruppe erhält dabei ihren eigenen Menü-Button. Diese visuelle Trennung reduziert die kognitive Last für Autoren erheblich und macht das Arbeiten mit komplexen Inhaltsstrukturen intuitiver.

Ebenfalls neu sind die Bulk-Aktionen für Matrix-Felder. Sowohl in der Cards- als auch in der Blocks-Ansicht können nun mehrere verschachtelte Einträge gleichzeitig ausgewählt und dann dupliziert oder gelöscht werden. Was früher mühsame Einzelklicks erforderte, lässt sich jetzt mit wenigen Handgriffen erledigen. Für Redakteure, die täglich mit umfangreichen Inhalten arbeiten, ist das eine echte Zeitersparnis.

Inline-Listen und flexible Darstellung

Relationale Felder bieten ab sofort einen neuen Anzeigemodus namens "Inline list". Ausgewählte Einträge werden dabei nebeneinander dargestellt – ähnlich wie bei Tags-Feldern. Diese kompakte Darstellung eignet sich besonders für Verknüpfungen, bei denen der visuelle Kontext weniger wichtig ist als die schnelle Erfassung der Zusammenhänge. Ergänzend dazu gibt es einen neuen "Card grid"-Anzeigemodus, der die bisherige Einstellung "Show cards in a grid" ersetzt und mehr Flexibilität bei der visuellen Gestaltung bietet.

Mehrzeilige Titel und individuelle Labels

Ein Feature, auf das viele Autoren gewartet haben: Entry-Types können nun mehrzeilige Titel erlauben. Mit der neuen Einstellung "Allow line breaks in titles" sind Zeilenumbrüche in Titeln möglich. Das klingt simpel, löst aber ein echtes Problem bei längeren Überschriften oder mehrsprachigen Inhalten, wo Zeilenumbrüche zur besseren Lesbarkeit beitragen können.

Darüber hinaus lassen sich nun individuelle UI-Labels für Einträge im Control Panel definieren – unabhängig vom eigentlichen Titel. Das eröffnet neue Möglichkeiten für eine klarere Kommunikation zwischen System und Redakteur.

Sicherheit und Performance

Neben den sichtbaren Verbesserungen enthält Craft 5.9 wichtige Updates unter der Haube. Das neue Sandboxed Template Rendering für System-Nachrichten begrenzt den möglichen Schaden durch bösartigen Twig-Code erheblich. Mehrere Sicherheitslücken wurden geschlossen, darunter XSS-Vulnerabilities und eine SSRF/SSTI-Schwachstelle.

Die Composer-Integration wurde ebenfalls verbessert: Automatisierte Änderungen an den composer.json-Requirements enthalten nun den Caret-Operator, was das Aktualisieren von Craft und Plugins via composer update vereinfacht.

Neue Export-Optionen und GraphQL-Erweiterungen

Elemente können ab sofort als XLSX- und YAML-Dateien aus Index-Seiten exportiert werden – eine willkommene Erweiterung für Teams, die Daten in anderen Systemen weiterverarbeiten müssen. Auch die GraphQL-Schnittstelle wurde erweitert: Es ist nun möglich, unveröffentlichte Entwürfe über GraphQL zu erstellen, und API-Anfragen können sich als Preview-Requests identifizieren.

Fazit

Craft CMS 5.9 ist kein Revolution, sondern eine durchdachte Evolution. Die Verbesserungen zeigen, dass Pixel & Tonic genau zuhört, welche Herausforderungen Redakteure und Entwickler im Alltag haben. Als jemand, der seit 2015 mit Craft arbeitet und unzählige Projekte umgesetzt hat, kann ich sagen: Genau diese kontinuierliche Verfeinerung macht Craft zum besten CMS für anspruchsvolle Webprojekte.

Die neuen Features für Content-Autoren senken die Einstiegshürde und erhöhen die Effizienz – und das ist letztlich der Kern eines guten Content-Management-Systems. Wer noch nicht auf Craft 5.9 aktualisiert hat, sollte dies zeitnah nachholen.

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